Überraschung verpasst

Der Tabellenführer TSB Schwäbisch Gmünd gilt seit dem 9:3 Sieg gegen DJK Schwäbisch Gmünd, gegen die wir eine herbe Niederlage einstecken mussten, als neuer Meisterschaftsfavorit. Dementsprechend gering waren unsere Erwartungen an das Spiel gegen den vermeintlich übermächtigen Gegner. Wir machten im Vorfeld schon unsere Späße, dass wir bis 17 Uhr fertig sein müssen; und das bei Spielbeginn 16 Uhr! Doch wie so oft kam es anders als gedacht.

Beginn wie erwartet

Zum Start deutete vieles auf den erwarteten Verlauf hin. Sogar unser Spitzendoppel Wohlfarth/Schwenger leistete sich wieder eine Niederlage, nachdem man nicht gut spielte und selbst eine 10:6 Führung nicht durchbringen konnte. Ganz klar „verschifft“! Wolfgang zeigte gegen die Gmünder Nummer 1 Matthias Hennig zwar anfangs ein starkes Spiel, aber konnte das Niveau nicht durchhalten. Zwischenstand 0:4, alles nach Plan!
Bei Clemens Sieg freuten wir uns schon über den erreichten Ehrenpunkt. Doch in der Mitte und im hinteren Paarkreuz spielten wir ebenfalls 1:1 dank Siegen von Mitch und Stefan, genannt Bertschke oder Betschge. So genau weiß man das auch in Gmünd nicht immer. 3:6 war dann schon ein etwas angenehmerer Spielstand.

Aufholjagd

Im Topspiel des Tages zwischen Clemens und Matthias Hennig lag die Spannung fast greifbar in der Luft. Man hörte es nicht nur knistern, sondern ab und zu auch lauthals durch die Halle brüllen, wenn die ausgeführten Schläge hinter den Erwartungen des Kopfes zurückbleiben. Natürlich war alles friedlich, doch über sich selbst aufregen gehört einfach dazu. Mit entscheidend war der dritte Satz. Bei je einem gewonnenen Satz ging der dritte in die Verlängerung und jeder spürte, wie wichtig es ist, diesen Satz zu holen. Clemens schaffte es mit 17:15 und verschaffte sich damit etwas Luft. Dennoch kam Hennig zurück und Clemens konnte sich erst im Entscheidungssatz mit 11:9 durchsetzen. Daneben gewann Wolfgang gegen Johannes Metz und plötzlich lagen wir nur noch mit 5:6 zurück. Wir konnten es kaum glauben.

Schnuppern an der Sensation

Hoffnungsvoll schauten wir aufs mittlere Paarkreuz. Dieter besiegte Schamberger relativ klar mit 3:0 was uns den 6:6 Ausgleich brachte. Parallel hofften wir, dass Mitch es ebenfalls schaffen würde. In einem packenden Match mit vielen Höhen und Tiefen gegen Luca Calzetta zog er im fünften Satz mit 10:12 den kürzeren. Ein vergebener Matchball, der uns zumindest die Chance auf ein Unentschieden mit dem Schlussdoppel ermöglicht hätte, lässt uns nun doch einer entgangenen Chance nachtrauern. Stefan und Maurice gaben alles, doch reichte es bei ihnen nicht zu mehr als einem Satzgewinn.

Letztlich war es ein knappes Spiel, in welchem viel mehr drin war, als wir im Vorfeld dachten. Man sollte sich selbst einfach nie schon vorher als Verlierer sehen; egal gegen wen.

Stefan hechtet nach vorn

TSB Schwäbisch Gmünd – SV Kaisersbach
Paarung Heim Gast 1 2 3 4 5 Sätze Spiele
D1-D2 Hennig, Matthias
Metz, Johannes
Dreher, Wolfgang
Bertsche, Stefan
11:7 11:6 11:9 3:0 1:0
D2-D1 Calzetta, Luca
Kunze, Phillip
Wohlfarth, Clemens
Schwenger, Michael
7:11 19:17 11:9 12:10 3:1 1:0
D3-D3 Schamberger, Carlo
Zupcic, Marko
Zimmermann, Dieter
Hofacker, Maurice
10:12 11:6 11:9 11:8 3:1 1:0
1-2 Hennig, Matthias Dreher, Wolfgang 11:9 9:11 11:7 11:3 3:1 1:0
2-1 Metz, Johannes Wohlfarth, Clemens 4:11 9:11 5:11 0:3 0:1
3-4 Calzetta, Luca Zimmermann, Dieter 11:6 11:9 14:12 3:0 1:0
4-3 Schamberger, Carlo Schwenger, Michael 8:11 11:1 6:11 4:11 1:3 0:1
5-6 Kunze, Phillip Hofacker, Maurice 11:8 11:6 11:2 3:0 1:0
6-5 Zupcic, Marko Bertsche, Stefan 9:11 12:14 8:11 0:3 0:1
1-1 Hennig, Matthias Wohlfarth, Clemens 11:9 4:11 15:17 11:6 9:11 2:3 0:1
2-2 Metz, Johannes Dreher, Wolfgang 6:11 9:11 11:4 8:11 1:3 0:1
3-3 Calzetta, Luca Schwenger, Michael 7:11 13:11 7:11 11:4 12:10 3:2 1:0
4-4 Schamberger, Carlo Zimmermann, Dieter 9:11 7:11 6:11 0:3 0:1
5-5 Kunze, Phillip Bertsche, Stefan 11:7 12:10 17:19 11:7 3:1 1:0
6-6 Zupcic, Marko Hofacker, Maurice 11:7 11:9 6:11 11:4 3:1 1:0
Bälle:558:525 31:25 9:6

Ein Kommentar

  1. Michael Schwenger

    Zwar verloren, aber mit der Teamleistung (…ausgenommen D1) können wir zufrieden sein. Zwischendurch hat es sogar richtig Spaß gemacht zu spielen, was bei Niederlagen selten vorkommt. Auch hier wird es in der Rückrunde ein freudiges Ereignisse 😀

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